On tour

Willkommen unterwegs.

Menschen die wir treffen. Bücher die uns inspirieren. Und die Suche nach dem besten Clubsandwich.
Unser Blog.

  • Gelesen.
    Unverkäuflich

    Stefan Krücken (mit Bobby Dekeyser)

    Bobby Dekeyser – tragisch schöne Biografie, die einen Ausnahmeunternehmer zeigt, der inspiriert, antreibt, amüsiert und motiviert. Von einem Menschen über einen Menschen geschrieben. Über das Buch selbst möchte ich hier nur wenige Worte verlieren. Alles was man schreiben würde, nimmt zu viel vorweg.
    Vielleicht nur das eine:  Ich habe das Buch innerhalb eines Tages gelesen und tatsächlich musste der eine oder andere länger als gewohnt auf einen Rückruf oder eine Antwort warten, weil diese Geschichte so unglaublich fesselt.
    Selbst wenn ich vor dem Prinzip immer nur zweitbester sein zu können, keine Idole habe, so lohnt es sich doch hin und wieder auf Bobby Dekeyser zu schielen.
    Hut ab vor dem Lebenslauf und dem Umgang mit den Hindernissen und Herausforderungen.  Für jeden Unternehmer ist das hier Pflichtlektüre.

    Filetstück: Ja…ich wollte nichts vorweg nehmen. Sei’s drum: Mit 15 stand Bobby Dekeyser im Unterricht auf, sagte, dass er jetzt Fußballprofi werde und ging. Und tatsächlich war Dekeyser Torhüter für den F.C. Bayern München.

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  • THE CLUB.
    HILTON PARK MÜNCHEN

    WHATS ON IT

    Hähnchenbrust, Speck, Eisbergsalat (mit Dressing), Tomate, Spiegelei, auf Toast (ohne Rinde)

    COMES WITH

    Pommes Frites und der üblichen Trilogie der Firma Heinz: Ketchup, Mayo und Senf

    THE STAFF

    Dieses Mal schon fast gezwungen freundlich. Wir waren schon mehrfach im Hilton Park und der Service scheint ein wenig Glückssache zu sein. Dieser Kellner hat sich bemüht, die kantigen Kollegen der Vergangenheit vergessen zu machen.

    CHARGE

    16,50 Euro

    …AND

    Der Sandwich ist warm, die Hähnchenbrust ist frisch gebraten. Die Pommes sind kross, aber übersalzen. Der Hilton Club ist kein Star am Sandwich-Himmel, doch die Portion war ordentlich und macht satt. Solider Clubsandwich.

    …AGAIN?

    Es ist kein Fehler, ihn zu bestellen. Aber die Karte hat noch mehr zu bieten und beim nächsten Mal wird etwas anderes probiert.

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  • Mein perfekter Tag.
    THORSTEN KIRMES, MANAGING DIRECTOR BEI KIRMES

    …beginnt für mich schon vor dem Sonnenaufgang. Wach werden. Ganz ohne Wecker. Das ist wie ein Vorsprung auf den Tag. Die Ruhe vor dem Sturm. Zeit, die Gedanken zu sortieren.

    Im Morgengrauen schimmert das Panorama der Santa Monica Mountains. Eine frische Brise kommt vom Meer. Nur ein paar Augenblicke noch, dann werden die Berge von der aufgehenden Sonne in unvergleichliche Rottöne getaucht. Der Tag beginnt. Ich bin ein Teil davon.

    Hier oben. Auf der Brown Latigo Road. Drei kurze Tage durfte ich dieses Haus auf der Spitze eines Berges in der Nähe Malibus mein „Heim“ nennen und wie unvergleichlich war es dort, über den Wolken die Sonne aufgehen zu sehen. Dieses Gefühl, wenn die ersten Sonnenstrahlen auf das Gesicht treffen und man mit geschlossenen Augen die Stille des Morgens genießt, gehört für mich ganz sicher zu einem perfekten Tag.

    Der Duft von Orangen- und Zitrusbäumen gepaart mit dem warmen Aroma des frisch gebrühten Espresso geleitet mich vom Balkon des Schlafzimmers in die schlichte Bauhausküche.  Mit einer eiskalten Flasche San Pellegrino balanciere ich Espresso und Mineralwasser gemeinsam mit einem noch ungelesenen Buch in Richtung des bequemen großen cognacfarbenen Clubsessels aus Sattelleder, der monumental vor dem weit geöffneten bodenhohen Fenster thront.

    Eine gute halbe Stunde lesen. In der Stille des frühen Morgens die Gedanken des Autors wirken lassen. In den noch frischen, unberührten Seiten blättern und lesen. Inspirationen bekommen, die den Morgen begleiten.

    Nach der Lektüre geht es ans Wasser. Raus an die Luft, in den frischen Sommermorgen und den Sonnenaufgang. Am Will Rogers State Beach spazieren gehen. Ungestört. Nur das Rauschen der Wellen und die Pelikane, die sich hin und wieder in die kräuselnde See stürzen. Den Strand entlang. Barfuß. Den Sand zwischen den Zehen spüren und die Gedanken schweifen lassen.

    Ob es hiernach ins Urth Cafe, zu dem weltbesten Orangensaft, einzigartigen Muffins und grandiosem Cappucino geht oder, ob vielleicht doch abgeschieden, edel und elegant in der Polo Lounge in Beverly Hills die Eggs Benedict mit einem Espresso und absolut herausragendem Service den morgen einläuten, entscheide ich spontan.

    Frühstücken. Am liebsten mit der FT Weekend, gespickt mit spannenden Interviewpartnern. „Lunch with the FT“ mit Sean Penn, Ray Kurzweil oder Russel Brand lassen mich alles andere vergessen. Fast. Noch einen Espresso bevor ich weiter blättere. Zeitung ausgelesen, zurück lehnen und auf in den Tag.

    Gemeinsam mit einem visionären Unternehmer den Highway One in Richtung San Diego fahren. Von Menschen wie Shep Gordon, David Geffen, Michael Ovitz, Ron Meyer oder Richard Branson lernen. Aus der Erfahrung und dem Handeln, die Dinge ableiten, die einen guten Unternehmer ausmachen. Und Fragen. Warum und weshalb? Was treibt diesen Menschen an? Das Ganze in einem 62er Lincoln Continental Convertible am Pazifik entlanggleitend. Ohne Stau natürlich – selbstredend.

    Gegen Mittag: Kontrastprogramm. Raus aus der Welt der Schönen und Reichen. Rein in Lebensgefühl und Authentizität. Nach Köln. Rheinland ist Heimat. Gemeinsam mit den Kollegen auf ein Mittagessen ins Brauhaus. „Päffgen“ natürlich. In der Friesenstraße. Seit 1883 gibt es hier das beste Kölsch der Stadt. Im Biergarten schützen mächtige Bäume vor der Mittagssonne und das frisch gezapfte Obergärige kühlt den Körper von innen und belebt den Geist. Zumindest bei den ersten Fünf. Dazu Hausmannskost und kölsche Spezialitäten. Hier kann man´s aushalten. Ein letztes Kölsch und mit einem flotten Spruch vom Köbes verabschiedet, durch die große hölzerne Tür raus auf die Straße.

    Ein kleiner Mittagsschlaf. Nicht lange. Nur zehn oder fünfzehn Minuten.
    Im Garten meines Elternhauses. Einfach ins Gras legen, den Blick in den blauen Himmel gerichtet und der einen oder anderen Wolke nachschauen. Augen schließen und wegdösen.

    Augen auf und weiter. Neues entdecken.
    Irgendwo auf den Dächern der Großstadt. Gemeinsam mit Freunden.
    Berlin. Chicago. Los Angeles. London.
    Neue Musik hören und lieben. Einfach wissen, dass es DAS ist.
    Nach den ersten Takten Fan sein. Jemanden treffen, der es schafft, mit einfachen Melodien und Geschichten Menschen zu berühren.
    Einfach gute Musik erleben. Musik, die Fremde in diesem Moment zu einer Gemeinschaft wachsen lässt und allen ein Lachen auf das Gesicht zaubert.

    Sobald die Sonne die Dächer der Stadt in ein abendliches Licht taucht, geht es weiter. Ab zum Hotel. Es darf gerne klassisch modern sein. Das Langham Chicago oder das Ritz Carlton, gespickt mit der  modernen Attitüde des Sunset Marquis unterhalb des Sunset Boulevards.

    Gemeinsam mit Freunden und Familie hier absteigen. Die Begeisterung über den Service, die Lage und die Aussicht teilen. Und gemeinsame Erlebnisse schaffen.
    Schnell frisch machen, umziehen und weiter zum Abendessen. Dieses Mal in Abendgarderobe. Das kleine Schwarze.
    Zum Essen geht´s in ein gediegenes Lokal direkt am See oder über den Dächern der Stadt. Natürlich fußläufig zum Hotel gelegen. Das Ambiente von „Morton´s Steakhouse“ auf der Dachterasse des Hotel de Rome in Berlin vielleicht? Ein beschwingter Abend mit inspirierenden Gesprächen, hervorragender Küche, die keine Wünsche offen lässt. So sehr ich die einfachen Dinge schätze, so sehr liebe ich exquisite Küche. Hausgemachte Pasta mit Perigord-Trüffel, ein gereiftes Rinderfilet von der Morgan Ranch in Nebraska , abschließend eine Cassata alla Siciliana und eine kleine, feien Auswahl an Rohmilchkäse. Begleitet von erlesenen Weinen. Einleitend ein Cloudy Bay zur Pasta oder einen Penfolds Grange, der den Fleischgeschmack abrundet.

    Den Espresso nach dem Essen gibt´s parallel zum Digestif. Gerne in der angeschlossene Bar. In tiefen dunkelbraunen Ledersesseln eine Davidoff No.1  begleitet von einem Tanqueray Malacca & Fever Tree Mediteranean mit reichlich Eis genießen.  Plüschig, gemütlich fast altbacken.  In diesem Ambiente, mit Freunden und Familie noch einmal dem unvergleichlichen Paul Kuhn am Grand Piano lauschen. Von der Musik verzaubern lassen. In Gedanken schwelgen. Tony Bennet zuhören und beim nächsten Drink an der Bar mit Frank Sinatra plaudern.  Gretje Kauffeld erleben und an die guten Dinge denken. An die Erfahrungen. Mit Freunden über alte Zeiten reden und über die ganzen Dinge die noch vor uns liegen. Pläne schmieden.

    Luft schnappen auf der Dachterasse. Die Sonne ist untergegangen und erlaubt nun einen wunderschönen Blick über die Lichter der Stadt, im Hintergrund leise „My Kinda Town“. Anschließend, begleitet von „Strangers in the night“ trete ich langsam den Rückzug an.

    Ich falle ins weiche übergroße Bett, blicke nochmals auf das unendlich scheinende Lichtermeer und höre noch entfernt das Piano bevor ich langsam einschlafe – um morgen mit dem ersten Sonnenstrahl aufzustehen.

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  • Gelesen.
    Nextopia

    Micael Dahlén

    Der schwedische Marketingprofessor Micael Dahlén veröffentlichte „Nextopia“ bereits im Jahr 2008. Damals in seiner Muttersprache Schwedisch.  Glücklicherweise habe ich eine deutsche Übersetzung ergattern können.
    Antrieb für den Leser? Sagen wir mal so: Auf dem Buchrücken ist die erste Frage, die dem geneigten Interessenten ins Auge fällt: „Was haben Analsex, das iPad und Barack Obama gemeinsam?“ Kaufanreiz? Vielleicht…
    Dahlén analysiert in seinem Buch die Erwartungskultur, in der wir heute leben und die Einflüsse auf unser Verhalten. Spannende Analyse einer Frage, die zum Weiterdenken anregt: Wohin bewegt sich die Gesellschaft oder vielmehr die Industrie, wenn wir immer besseres erwarten und unser Konsumverlangen durch die Erwartung mehr Erfüllung erfährt als durch den Kauf selbst?
    Den Weg in meine kleine Bibliothek hat „Nextopia“ auf jeden Fall gefunden. Und das obgleich das Buch bereits seit gut acht Jahren auf dem Markt ist.

    Am Ende des Tages also eine unterhaltsame Analyse und vielleicht sogar die Frage nach dem Glück

    Persönliches Filetstück: Trailerismus. Woran verdient die Filmindustrie wirklich? Am Film oder am Trailer – erklärt am „The Simpsons“ – Film oder vielmehr dem Trailer.

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  • The Club.
    RADISSON BLU HOTEL HAMBURG DAMMTOR

    WHATS ON IT

    Hähnchenbrust, krosser Speck, Spiegelei, Tomate, Eisbergsalat auf Vollkorntoast

    COMES WITH

    Pommes Frites und hier nur mit dem Duo der Firma Heinz: Ketchup und Mayonaise

    THE STAFF

    OK. Tablett ins Zimmer jongliert. Freihändig ohne Wagen wurde daraus eine leicht slapstickoide Performance des freundlichen Kellners.

    CHARGE

    18,00 Euro

    …AND

    Auf den ersten Blick wirkt die Darbietung auf dem Tablett betrüblich. Das Auge isst mit? Heute nicht. Hier geht es nur um Nahrungsaufnahme, zeigt das lieblos auf den Teller geworfene Mahl.
    Doch Obacht: Auch wenn die Präsentation  keinen Blumentopf gewinnt, so überzeugt der Clubsandwich selbst umso mehr. Reichlich belegt und so groß, dass hier die praktische Erfahrung und Verzehrtaktik eines Senior Sandwich Lovers gefragt ist.

    Der Geschmack überzeugt. Ein solider Clubsandwich – nur das Toast hätte gerne ein wenig früher den Weg zum Sandwich finden dürfen… denn „kross“ ist hier nicht nur der Speck.

    Geschmacklich völlig in Ordnung. So soll ein Clubsandwich sein. Solide und macht satt. Dass das Toast deutlich dem Zwieback aus Kindheitstagen Konkurrenz macht, mag dem langen Weg von der Küche ins Zimmer geschuldet sein.

    …AGAIN?

    Ja! Für den großen Hunger zwischendurch genau das Richtige.

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  • Gelesen.
    The Designful Company

    Marty Neumeier

    Haven´t heard of Marty Neumeier? You should. The first time I found out about Marty was through a slideshare presentation about branding.  „The Branding Gap“. Little did I know that the guy behind the slides was an author of a series of awesome books about – well about transformation. That´s probably he goes by „Director of Transformation“ at his workplace: The Liquid Agency in San Francisco.
    Enough about Marty (for more info visit: http://www.liquidagency.com )
    With „The Designful Company“ Marty shows the reader that complex business problems, we are probably all facing today, can´t be solved with the same thinking we create them. His solution: We have to design the way forward.
    And as the back of his book promises: „The new management engine that can transform your comapny into a powerhouse of nonstop innovation.“
    It´s a must read and yes – we are fans.

    Favourite Part: The rubber chicken…you´ll see.

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  • The Club.
    STEIGENBERGER GRAND HOTEL, LEIPZIG

    WHATS ON IT

    Hähnchenbrust,  Speck, Spiegelei, Tomate, frische Gurke, Salat auf kross geröstetem Weißbrot

    COMES WITH

    Steakhouse Frites und einem schmackhaften kleinen, wirklich sehr kleinem Salat.

    THE STAFF

    Engagiert, freundlich, zuvorkommend. So soll es sein.

    CHARGE

    18,00 Euro

    …AND

    Ja…das war die Snackkarte. Auf den ersten Blick eine Überschaubare Portion. Der Geschmack macht devinitiv Lust auf mehr.  Und man wird tatsächlich sehr zufrieden den leeren Teller hinterlassen. Die Pommes Frites erinnern eher an das traurige Lokal auf der Ecke. Der Clubsandwich hingegen: Keine Kreisklasse – das ist schon Oberliga. Filmreifer Fallrückzieher direkt ins Geschmackszentrum. Frische Zutaten, die man schmeckt und die ganze Geschichte gut abgestimmt. Das alles mit einem Lächeln serviert.

    …AGAIN?

    JA – auf jeden Fall zu Empfehlen. Vielleicht nur mit Salat – ohne Pommes.  Also: Willkommen im Club.

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  • Mein perfekter Tag.
    JÜRGEN SCHUBACK, PR MANAGER BEI KIRMES

    Der perfekte Tag muss mit einem Kaffee beginnen. Ohne einen Kaffee am morgen kann der Tag nicht perfekt sein. Bitte gern einen Filterkaffee oder noch besser: Aus der Presskanne. Da bin ich altmodisch.
    Danach raus mit dem Hund in einen diesigen Frühlingsmorgen Anfang Mai, wenn im Alten Land die Kirschen blühen. Dieser Moment, wenn die Sonne Kraft gewinnt, den Tau von den Blüten vertreibt und süße Duft der Kirschblüte die Luft erfüllt, dieser Moment ist magisch.
    Danach müsste ich kurz ins Zeitreisebüro und mir im Jahr 1984 von meinem Opa seinen alten Ford Consul ausleihen. In einem furchtbaren Metallic-Grau aber mit Fließheck, Holzimitat am Armaturenbrett und Sitzen, die größer sind als die Zimmer im Motel One.
    Mit der „Luxuslimousine“ wäre ich in kürzester Zeit zum Frühstück auf dem Flohmarkt in Amsterdam und würde auf der Suche nach dem richtigen Croissant der Nase folgen.
    Mittags würde ich im Hotel „Les Dauphin Vertes“ in Cannes einchecken. Ein winziges Hotel mit winzigen Zimmern in der Seitenstraße einer Seitenstraße in der Altstadt – vollgestopft mit absurdem Kitsch und jede der drei Etagen mit einem anderen Motto belegt.

    Der Koffer landet in der Kapitänskajüte auf der maritimen Etage und dann geht’s ein paar Dörfer weiter, irgendwo am Wasser, um einen gegrillten Wolfsbarsch mit einem leichten Weißwein zu feiern.
    Mit der Fähre geht es weiter. Die Nase im warmen Wind und das beruhigende Brummen des Schiffsdiesels unter den Füßen denke ich „La Paloma“ und erreiche ich das Festivalgelände. Übernachtet wird im VW Bus T3 mit Allradantrieb. Eine kleine Küche mit zwei Gasflammen ist an Bord und zum Abendessen gibt es gebratene Grützwurst vom Schlachter Röhrs in Jork. Die rote mit Rosinen. Dazu ein frisches Apfelmus aus Holsteiner Cox und ein erfrischendes kaltes Bier, bevor ich mich auf den Weg zur Bühne mache.
    Dort suche ich mir im sanften Abendlicht einen Platz in der Nähe des FOH und Placebo spielen die Sonne unter den Horizont. Nach einer halben Stunde Umbau hypnotisieren Faithless die Menge und die Welt wird gezoomt: Nur noch Bühne und der Open-Air Sound mit dem kaum wahrnehmbaren Echo vom Wald am Rande des Festivalgeländes.
    Wieder mal werde ich die Kreativität von Künstlern bewundern. Wie schaffen sie es, Melodien in ihrem Kopf zu haben, die es vorher noch nicht gab? Das Rätsel wird ungelöst bleiben.
    Die Fenster im VW Bus bleiben heute Nacht offen. Irgendwo da draußen feiern noch Menschen. Ich freue mich auf den Kaffee morgen früh.

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WIR ROCKEN DAS.